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Tagebuch eines jungen Hundes

Tagebuch eines jungen Hundes

Wie meinen Augapfel hüte ich einen besonderen Schatz: Seit meiner Kindheit besitze ich ein Album meines Vaters mit vielen Zeichnungen und Rassebeschreibungen (die Idee der Panini-Alben gibt es offenbar schon sehr lange). Leider ist nirgends eine Jahreszahl angegeben, aber das Buch ist alt: Norwich Terrier sind darin noch steh- oder kippohrig beschrieben, und es sind lediglich 32 Zuchtverbände im Deutschland aufgeführt - darunter der Klub für Terrier. Enthalten sind auch viele schöne Hundegeschichten. Dass Welpen auch zur damaligen Zeit schon ihre liebe Not mit uns Frauchen und Herrchen hatten, beschreibt „Aus dem Tagebuch eines jungen Hunde“ von Margret Hauff:

Sonntag
7.30 Uhr: Aufgestanden und Streckerchen gemacht, in den Garten gegangen, Bäumchen beschnuppert, - roch fein – Bein gehoben.

8.00 Uhr: Futternapf umgestoßen, alles pitsch-patsch, Haue gekriegt.

8.45 Uhr: In Küche gewesen, rumgeschnuppert, rausgeflogen, Küche ist „pfui!“.

9.00 Uhr: In Herrchens Arbeitszimmer gewesen, kleinem Teppich Fransen abgeknabbert, rausgeflogen, Haue gekriegt. Arbeitszimmer ist auch „pfui!“.

9.30 Uhr: In Diele kleine Pfütze gemacht, mit Nase eingetunkt worden, weil Pfütze in Diele machen ist „pfui!“, mich sehr geschämt.

9.45 Uhr: Frauchen einen Handschuh genommen, damit gespielt. Frauchen wusste nicht, wo er ist, ich auch nicht.

10.15 Uhr: Zeitung von Couchtisch gezogen, feine Spieljagd damit gemacht bis ganz kleine Schnitzel. Ist „pfui!“, Haue gekriegt.

10.45 Uhr: Viel langweilig. Nachgedacht, was tun. Auf Couch gehopst und auf weiches Kissen gekuschelt. Runter- und rausgeflogen.

11.00 Uhr: Stück altes Brot gekriegt, wollte aber lieber Leberwurst. Brot wurde wieder weggenommen. Ich leise geknurrt, Haue gekriegt. Knurren ist „pfui!“.

11.20 Uhr: Wieder in Küche gewesen, da es zu fein roch. Sehr schöne Scheibe Fleisch genommen, wieder Haue gekriegt. Fleisch nehmen ist „pfui!".

11.30 Uhr: In Garten gegangen, fein gespielt: Mistkäfer verfolgt, Spinnen gefressen – schmecken nicht besonders – tiefes Loch gebuddelt, Hühnchen gejagt … Alles sehr interessant, aber auch „pfui!“.

12.30 Uhr: Allein auf Straße gerannt, fein mit Roßäpfeln gespielt, dann gefressen. Muss sagen, aparter Geschmack – aber leider auch „pfui!“.

13.00 Uhr: Hurra! Zum Fressi gerufen worden. Hammelbacke mit Reis, hat großartig geschmeckt. Frauchen zum Dank Hände geleckt – Lecken ist „pfui!“.

13.30 Uhr: Hausruhe von ganzer Familie. Ich in Körbchen nachgedacht. Festgestellt, alles ist „pfui!“. Wozu kleiner Hund auf der Welt?