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Ihr Welpe zieht ein

Im neuen Zuhause

Machen Sie sich bewusst: Der Welpe verliert schlagartig seine gewohnte Umgebung, seinen gewohnten Tagesablauf, seine Geschwister, die Mutter, seine vertrauten menschlichen Bezugspersonen. Er kommt in eine völlig neue, unbekannte Umgebung und muss zu neuen Bezugspersonen Vertrauen fassen. Bitte haben Sie Geduld und Verständnis für den kleinen Kerl.

Wir müssen zugeben: Bisher hat uns noch nie ein Welpe „nachgeweint“; alle haben neugierig ihr neues Zuhause in Beschlag genommen, haben sofort gut gefressen, sind – von den neuen Eindrücken rechtschaffen hundemüde – eingeschlafen und am nächsten Tag aufgewacht, als wären sie nie woanders gewesen. Allerdings bemühen wir uns auch sehr darum, unseren Welpen möglichst viele Eindrücke zu verschaffen, sie mit Alltagsdingen vertraut zu machen und schlechte Erfahrungen von ihnen fernzuhalten. Das schafft selbstbewusste Charaktere. Ein Welpe aus buchstäblich reizloser Zwingerhaltung braucht mit Sicherheit um vieles länger, sich in einem Haushalt einzugewöhnen. Holen Sie Ihren Welpen möglichst vormittags beim Züchter ab – so kann er bei Tageslicht seine neue Umgebung erobern.

Machen Sie sich schon vorab Gedanken, wo der Ruheplatz Ihres Welpen sein soll. Der Platz muss frei sein von Zugluft, am besten in einer Zimmerecke, und trotzdem „mittendrin“; denn Hunde sind neugierig und wollen alles mitbekommen, was im Haushalt geschieht. Wir empfehlen, einen „Zimmerzwinger“ aufzustellen, das heißt, ein kleines Welpengitter mit Körbchen, Wassernapf und Spielzeug. Dorthin kann sich Ihr Welpe zurückziehen, wenn er müde ist. Und Sie können ihn dort sicher unterbringen, wenn Sie einmal keine Zeit haben, Ihren Welpen zu beaufsichtigen. Welpen sind wie Krabbelkinder: Nichts ist vor ihnen sicher – im Welpengitter kann ihnen nichts Schlimmes passieren. Was nichts mit wegsperren zu tun hat. Unsere Welpen sind an einen solchen Auslauf gewöhnt und akzeptieren ihn sofort. Ist Ihr Welpe dann älter und hat gelernt, dass etwa Stromkabel tabu sind, kann das Welpengitter einfach und schnell abgebaut werden.

Unsere Welpen lieben kuschelige Körbchen und mögen am liebsten welche, die einen breiten, gepolsterten Rand haben. Da kann man so schön den Kopf drauflegen. Aus hygienischen Gründen achten Sie darauf, dass das Körbchen waschmaschinentauglich ist. Die wenigsten Verkäufer wissen, wie ein Norwich Terrier aussieht. Am besten verlangen Sie ein Körbchen „für einen Westie“. Diese Größe passt auch für einen ausgewachsenen Norwich Terrier.

Die erste Nacht

Lassen Sie Ihr Hundekind in der ersten Nacht in der noch fremden Umgebung bitte nicht alleine. Stellen Sie entweder eine Hundebox neben ihr Bett, in dem der Welpe schläft oder schlagen Sie Ihr Nachtlager ein, zwei Nächte dort auf, wo Ihr Hund in Zukunft schlafen soll. So können Sie den Welpen trösten, wenn er Heimweh bekommt - umso schneller wird sich Ihr Norwich bei Ihnen zuhause eingewöhnen.

Fressplatz

Ihr Welpe braucht einen Futter- und einen Wassernapf. Gut geeignet halten wir Porzellan- oder Edelstahlschüsseln, da sie leicht zu reinigen und lebensmitteltauglich sind. Rutschfestigkeit ist selbstverständlich. Wassertropfen auf dem Boden lassen sich nicht vermeiden; die Schüsseln sollten daher auf einem leicht zu säubernden Bodenbelag stehen.

Stubenreinheit

Je regelmäßiger Sie Ihren Tagesablauf gestalten, desto schneller wird Ihr Welpe stubenrein werden. Füttern Sie Ihren Welpen jeden Tag zu denselben Zeiten. Danach beobachten Sie den kleinen Kerl 20 bis 30 Minuten, denn innerhalb dieses Zeitfensters wird er sich meist lösen müssen. Sobald Ihr Welpe unruhig wird, im Kreis läuft oder auffallend herumschnüffelt, bringen Sie ihn SOFORT nach draußen. Auch nach jedem Schlafen muss er gleich ins Freie gebracht werden sowie nach jedem Spielen, denn Bewegung regt die Verdauung an. Grundsätzlich gilt: Alle zwei Stunden sollten Sie mit dem Welpen hinaus gehen – und wenn „es“ passiert ist, loben Sie ihn überschwänglich.

Nachts kommt Ihr Welpe am besten in seinen "Zimmerzwinger", wo Sie ein Eckchen mit Zeitungspapier auslegen können, oder Sie stellen eine Hundebox neben Ihr Bett. Gegenüber einem Körbchen, welches Ihr Welpe jederzeit verlassen kann, um sich unbemerkt in einer Zimmerecke zu lösen, hat eine Box den Vorteil, dass Ihr Welpe nicht alleine hinaus kann. Er wird jedoch seinen Schlafplatz nicht beschmutzen und sich deshalb lautstark melden, wenn er "muss". Dann heißt es schnell sein: Den Welpen hochnehmen und sofort hinaus tragen. Glauben Sie mir, Sie haben keine Zeit mehr, sich anzuziehen ... Schnell muss es gehen, denn Ihr Welpe muss dringend sein Geschäftchen verrichten. Auf diese Art und Weise lernt Ihr Welpe am Schnellsten, sich zu melden - später auch tagsüber.

Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass Unglücke geschehen. Dann hat schlicht Ihre Überwachung nicht funktioniert; den Welpen trifft da keine Schuld. Bestrafen Sie ihn also bitte nicht. Mit der beschriebenen Konsequenz und der nötigen Geduld wird Ihr Welpe sicherlich bald verstehen, was Sie von ihm erwarten und stubenrein werden.

Halsband und Leine

Unsere Welpen bekommen für die ersten Wochen von uns ein Welpenhalsband und eine längere Leine mit. Sehr hilfreich ist am Anfang auch eine ausziehbare Leine. Auch ein gut sitzendes Brustgeschirr kann Ihr Welpe tragen. Kaufen Sie das aber besser nicht vorher, sondern nehmen Sie Ihren Welpen zum Anprobieren mit ins Geschäft.

Spaziergänge

Gehen Sie einen Schritt, macht Ihr Norwich-Welpe sechs Schrittchen. Unternehmen Sie daher nur kurze Spaziergänge. Welpen scheinen unermüdlich zu sein; dass sie sich dabei überfordern, bekommen unerfahrene Besitzer oft gar nicht mit. Vergessen Sie bitte nie: Ihr Welpe ist noch ein Baby. Knochen und Gelenke sind noch weich und werden schnell überlastet. Das kann zu Gelenk- und Knochenproblemen führen. Weniger ist hier auf alle Fälle mehr. Übermäßiges Treppensteigen und Springen sollten bis zu einem Alter von etwa einem Jahr tabu sein.

Für Hunde, jünger als ein Jahr, gilt grundsätzlich folgende Faustregel: Lebensalter in Monaten x 5 Minuten = Dauer eines Spaziergangs. Das heißt, man sollte den Hund nicht länger als drei- bis viermal täglich über diese Zeitspanne bewegen.

Welpenspielstunden sind "in". Aber Vorsicht! Der Besuch einer Welpenspielstunde macht nur Sinn, wenn Ihr Welpe dort auch etwa lernt. Seien Sie deshalb bei der Auswahl kritisch! Bisher gibt es leider keine einheitliche Zertifizierung. Es gibt viele gute Angebote, aber auch viele schlechte. Auf keinen Fall sollten Welpen jeder Größe unbeaufsichtigt miteinander spielen. Machen Sie sich bewusst: Ein 10 Wochen alter Norwich-Welpe wiegt etwa 2 kg. Ein gleich alter Schäferhund ein Vielfaches. Hier können schlimme Unfälle geschehen. Besuchen Sie besser keine Hundeschule als eine Schlechte! Kann Ihr Welpe bei einem Spaziergang Hundebekanntschaften erleben, genügt das meiner Ansicht nach völlig aus.

Spielzeug

Verschluckte Fremdkörper sind die häufigste Unfallgefahr, denen Ihr Welpe ausgesetzt ist. Achten Sie beim Spielzeugkauf unbedingt darauf, dass es nicht zerkaut bzw. in Einzelteile zerlegt werden kann. Und denken Sie immer daran: Welpenzähnchen können mehr Dinge zernagen, als Sie glauben.

Und: Hände sind kein Spielzeug! Viele Welpen beißen gerne in Hände. Was beim Welpen noch nett und lustig ist, wird beim erwachsenen Hund schnell zum Problem. Lassen Sie das In-Hände-Beißen deshalb von vornherein nicht zu, und lenken Sie Ihren Welpen sofort mit interessantem Spielzeug von seinem Tun ab. Wenn das nicht gelingt, brechen Sie das Spiel ab. Auf diese Weise lernt Ihr Norwich schnell, dass Hände und andere Körperteile tabu sind.