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Ernährung

"Ein gut erzogener Norwich wird nicht darauf bestehen, dass Sie Ihre Mahlzeit mit ihm teilen. Er sorgt lediglich dafür, dass Ihr Gewissen so schlecht ist, dass sie Ihnen nicht mehr schmeckt."
(frei nach Helen Thomson)


Wir geben unseren Welpenkäufern für die erste Zeit das gewohnte Futter mit. So bleibt dem Welpen in der aufregenden Zeit der Eingewöhnung zumindest die Umstellung auf ein anderes Futter erspart. Möchten Sie später auf ein anderes Futtermittel „umsteigen“, sollten Sie das langsam tun – so beugen Sie Umstellungsschwierigkeiten, etwa Durchfall, vor. Ein Welpe im Wachstum braucht mehr Kalorien, Protein, Mineralstoffe und Vitamine als der erwachsene Hund. Daher sollte man zirka die ersten 12 Monate ein hochwertiges und ausgewogenes Welpen- bzw. Juniorfutter geben. Ein solches Futter enthält alles, was der Welpe braucht.

Füttern Sie Ihren Welpen möglichst zu festen Zeiten, das fördert auch die Stubenreinheit. Die Futtermenge richtet sich nach den Angaben auf der Verpackung. Das kann aber nur ein ungefährer Anhaltspunkt sein, denn genau wie bei uns Menschen gibt es auch unter den Hunden gute und schlechte Futterverwerter. Bemerken Sie Abmagerung oder Übergewicht, korrigieren Sie die empfohlene Futtermenge entsprechend nach oben oder unten.

Achtung! Füttern Sie Ihrem Welpen niemals rohes Schweinefleisch (auch keinen rohen Schinken)! Es kann das „Aujeszky-Virus“ enthalten, das eine tödlich verlaufende Infektion bei Hund und Katze verursacht. Knochen, die spitz zersplittern können (vom Kaninchen, Geflügel u.ä.) sind ebenfalls tabu. Seien Sie generell vorsichtig beim Verfüttern von Knochen. Sie können zu Verstopfung und – im schlimmsten Fall – zu Verletzungen im Magen-Darm-Trakt führen.

Gierige Fresser

Diese ungewöhnlichen Näpfe habe ich bereits vor einigen Jahren auf einer US-amerikanischen Website entdeckt. Nun gibt es sie auch in Deutschland zu kaufen. Gedacht und gemacht sind sie für solche Hunde, die ihre Mahlzeit allzu hastig hinunterschlingen. Hastiges Fressen ist grundsätzlich typisches wölfisches Verhalten, kann aber gesundheitliche Folgen haben. Wird die Nahrung nicht mehr gekaut, reinigen sich die Zähne nicht mehr ausreichend, es wird weniger Speichel gebildet. der wichtig wäre für die Vorverdauung. Durch die großen, meist recht trockenen Nahrungsbrocken wird der Magen-Darmtrakt außergewöhnlich strapaziert und die Extraktion von Nährstoffen kann vermindert werden. Magen-Darmprobleme können die Folge sein, wobei Blähungen noch das kleinere Übel sind. Unsere Fee und Emma sind solche gierigen Fresser. Wir haben die Näpfe mit den Noppen gekauft, und es funktioniert wirklich. Die beiden brauchen jetzt deutlich länger, um ihren Napf zu leeren. Gesehen und gekauft bei www.schecker.de, zirka 20 Euro.

Macht Fertignahrung dick?

Dieser Frage geht Dr. Tim Watson in seinem Artikel in der Zeitschrift  „Kleintiermedizin“ auf den Grund und kommt zu folgendem Ergebnis: Grundsätzlich nicht, denn Übergewicht entsteht nur dann, wenn der Körper mehr Kalorien aufnimmt als er verbraucht. Wau! Was für eine Überraschung!
 
Obgleich dieses allgemein bekannten Ergebnisses ist der Artikel dennoch lesenswert; vor allem, wenn es um den Kaloriengehalt von Trocken- und Feuchtfutter geht. Letzteres enthält etwa 80 bis 100 kcal/100g. Das entspricht dem Kaloriengehalt von Beutetieren; also der natürlichen Nahrung eines Hundes. Trockenfutter dagegen hat etwa vier Mal so viele Kalorien. Das bedeutet, dass ein etwa 7 kg schwerer Norwich Terrier etwa 520 Gramm eines durchschnittlichen Feuchtfutters fressen dürfte – oder (nur) 115 Gramm Trockenfutter (Anmerkung: Beides erscheint mir persönlich immer noch zu viel des Guten).
 
Daraus lässt sich nun Folgendes schließen. Wird der Hund ausschließlich mit Trockenfutter ernährt, ist er zwar ausreichend mit Nährstoffen und Kalorien versorgt; es besteht jedoch die Gefahr, dass sein natürlicher Appetit mit dieser Ration noch lange nicht gestillt ist. Das heißt, er ist permanent hungrig. Muss ich erwähnen, dass  die meisten Norwiches Weltmeister im Betteln sind? Dem Artikel zu Folge führt bereits eine Extra(scheibe)Wurst wöchentlich zu einer Gewichtszunahme von sage und schreibe 450 Gramm Körpergewicht innerhalb eines Jahres.
 
Was diese Daten für den einzelnen Vierbeiner bedeuten, muss jeder Hundebesitzer für sich entscheiden. Doch wir fanden diesen Artikel und den darin vorgestellten Vergleich so interessant, dass wir ihn unseren Lesern nicht vorenthalten wollten. Das Diagramm bezieht sich im Übrigen auf einen Hund mit 15 kg Körpergewicht.
 
Quelle: Dr. Tim Watson, „Ernährung und Übergewicht beim Hund – aktuelle Fakten“, Zeitschrift „Kleintiermedizin“ 9/10, Terra-Verlag